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Eigentlich KEIN Liebeskummerblog

Eigentlich wollte ich nie, das dieser frisch gestartete Blog ein "Liebeskummer-Bewältigungs-Blog" wird. Längerfristig gesehen wird es das auch nicht. Aber jetzt, in dieser Zeit, beschäftigt mich das Thema eben am Meisten. Am Anfang dieses Jahres weilte ich mit meinem Ex-Freund - wir waren gesamthaft 6.5 Jahre zusammen - in Florida. Wir hatten es so gut wie schon lange nicht mehr. Das erste Mal dachte ich wirklich, wir haben nun einen gemeinsamen Weg gefunden - trotz unserer grossen charakterlichen Differenzen. Daher beschlossen wir - nach einer lustigen Haus-Besichtigungstour durch Naples, in der Schweiz ein Haus zu kaufen. Ich habe ihn angeschaut und konnte mir wirklich vorstellen, mit diesem Mann noch viele weitere Jahre zu verbringen. Wir kamen von den Ferien nach Hause und der Alltag ging los - Viel Arbeit, viel Lernen für die Schule und eben noch das Projekt Haus. Innert kürzester Zeit hatten wir ein schönes Haus gefunden, welches perfekt zu uns und unserem Budget passte. Ende April / Anfangs Mai sind wir dann bereits auch schon eingezogen. Wir hatten nie gemeinsam auf das Haus angestossen - er trinkt keinen Alkohol und ist auch nicht so extrovertiert wie ich. Er hat es eher für sich selbst genossen. Ich denke das war einer der ersten Momente in denen ich stutzig wurde - sollte nun unser Leben so ablaufen? Keine grossen Gefühlsregungen, keine Freude, keine Trauer, einfach "beherrscht"? Ich begann wieder über die ganze Beziehung zu grübeln. Über unsere Hochs, Tiefs.. über die guten und die schlechten Eigenschaften. Er war wirklich ein toller Mann. Aber war er auch "mein Mann"? Dazu kam, dass ich vor einem Jahr meinen besten Freund verloren hatte und oft damit beschäftigt war. Ich dachte, sobald ich meinen besten Freund abgeschlossen habe, endlich offen zu sein für meinen Freund. Dann, Ende Juni, waren wir gemeinsam an einem Hochzeit eingeladen einer sehr guten Freundin von mir. Den Hochzeitstanz der beiden werde ich nie mehr vergessen - die beiden hatten etwas gemeinsam, haben sich zum Lachen gebracht und waren einfach nur happy, einander zu haben. Ich fühlte mich schrecklich. DAS hatte ich definitiv nicht mit meinem Partner, und das wusste ich eigentlich schon genug lange. Trotzdem wollte ich nicht aufgeben - er war immer sehr lieb mit mir und eine echte Stütze. Als ich Ende Juli den Burnout Befund hatte, beschloss ich, diese Zeit zu nutzen, um an allen meinen Baustellen zu arbeiten und viele Themen abzuschliessen. Endlich konnte ich mich mit meinem besten Freund aussprechen. Nach einiger Verarbeitungszeit war ich wieder ready für die Liebe - und stellte fest: meine Liebe war aber nicht mein Freund. Total durcheinander sagte ich ihm, was in mir vorging. Wir vereinbarten, uns Zeit zu lassen und einander mitzuteilen, was wir von unserer Beziehung erwarteten. Während ich viele Inputs hatte, war er zufrieden, wie es war. Natürlich einige kleine Punkte (die gibt es ja immer), aber nichts so bewegendes wie diese Dinge, welche ich mir gedacht hatte. Also bat ich um Abstand. Da er viel im Ausland war, und er wieder verreiste, konnte ich die Zeit gut nutzen. Als er zurück kam, trennte ich mich und zog noch am gleichen Abend aus. Ich genoss die Zeit alleine, auch wenn es neu für mich war, alleine zu sein. Doch es war das, was ich wirklich brauchte. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich meinen neuen Freund kennenlernte. Eigentlich war es noch viel zu früh, hatte zwar gefühlstechnisch schon mit meinem Ex abgeschlossen - vermutlich schon viel früher - aber das ganze rundherum musste doch noch verarbeitet werden. Mein neuer Partner und ich verliebten uns trotzdem Hals über Kopf. Dabei habe ich ihm nie gesagt, wie frisch meine Beziehung zum Ex fertig war. Im Gegenteil, ich sagte ihm, es wäre Jahre her und wir lebten quasi in einer WG. Doofe Lüge, welche ich ab dem Moment als wir uns das erste Mal küssten, wirklich bereute. Da merkte ich, das der Mann wirklich MEHR war, als irgend eine neue Bekanntschaft. Wir hatten von Anfang her Probleme - sei es wegen meinen eigenen Chaotischen Leben, wegen meinem Problem mit wirklicher Nähe oder halt auch aufgrund meines Burnouts. Als von ihm her dann auch erste Anzeichen einer schweren Erschöpfung kamen und er somit nicht mehr die Kraft hatte, mich gleich zu "tragen" wie vorher, eskalierte die Situation. Ich warf ihm vor, keine Nähe mehr von ihm zu bekommen. Er war wie vor den Kopf gestossen. Er hatte ja viel Energie in uns und auch in meine Probleme investiert. Es war falsch von mir. Statt mich zu entschuldigen, beharrte ich auf meinen Standpunkt. Und da ich eh schon alles verloren glaubte, setzte ich noch einen drauf: Ich beichtete ihm, das die Beziehung zu meinem Ex erst seit Ende August wirklich fertig war. Das war für ihn der Hammer. Kann ich sehr gut verstehen. Und ich leide mit jedem Tag, an dem ich ihn weniger sehe, höre, spüre, lese... Ich bereue zutiefst wie alles gekommen ist. Und setze auf unsere frische Liebe. Hoffe, dass diese stärker ist als die Umstände, welche sie zerstören.
28.11.14 13:27
 


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